Illustration: Moshtari Hilal (2019)
Illustration: Moshtari Hilal (2019)

Sprache ist ihre Heimat

In Europa entdeckte Maysaa Salameh-Wolf beim Erlernen der neuen Sprache die alte neu. Heute liebt sie beide – Deutsch und Arabisch.

Von Rasha Hilwi, 25.01.2019

„Es war die Liebe“, sagt Maysaa Salameh-Wolf auf die Frage, was sie vor zwanzig Jahren aus der kleinen syrischen Stadt Marmarita nach Deutschland führte. Ihren späteren Ehemann hatte sie kennengelernt, als er auf einer Syrienreise in ihrer Region vorbeikam, und war ihm bald nach Weißenburg in Bayern gefolgt. Dort war sie die einzige Araberin in der Stadt; nur über spärliches Englisch konnte sie mit ihrem neuen Umfeld kommunizieren.

Nach drei Monaten in Deutschland bat sie ihren Mann, nicht mehr Englisch mit ihr zu sprechen, sie wollte Deutsch lernen. „Am Ende war es meine Schwiegermutter, die mir dabei half“, sagt Maysaa. „Sie war eine ältere, unbeschäftigte Frau, und wenn mein Mann unter der Woche arbeitete, ging ich mit ihr und ihren Freundinnen wandern – durch Deutschland und Europa. Ich hatte immer ein Wörterbuch dabei, und meine Wandergefährtinnen halfen mir bei der korrekten Aussprache.“

Durch das Erlernen der neuen Sprache fiel Maysaa auf, wie sehr sie das Arabische im Alltag vermisste. „Es war ein Teil meiner Heimat gewesen, und nun lebte ich in einer Gegend, in der ich es nicht mehr hörte“, sagt sie. Wenn sie in größeren Städten unterwegs war, sog sie arabische Gespräche um sich herum gierig auf. „Sobald ich glaubte, jemanden Arabisch sprechen zu hören, näherte ich mich. Meist war ich danach enttäuscht, aber einmal ging es auf. Im Zug ging ich auf eine Gruppe zu, die Arabisch sprach, und danach fühlte ich mich, als hätte ich Familie getroffen.“

Bevor sie als Übersetzerin anfing, arbeitete Maysaa als Kuratorin für arabische Künstler*innen in Deutschland. Bereits vor Jahren zog sie mit ihrem Mann von Weißenburg nach Berlin. Heute ist sie Deutschlehrerin beim Verein Al-Dar, der arabischen Migrant*innen kostenlose Sprachkurse anbietet. Sie arbeitet in Jugendämtern und  Frauenhäusern als Übersetzerin und schreibt eine monatliche Kolumne in der Zeitung „Abwab“ über arabische Zuwander*innen in Deutschland.

Als ich Maysaa frage, was ihre Arbeit als Übersetzerin für sie bedeutet, erzählt sie folgende Geschichte: Neulich trafen sich im Frauenhaus die Eltern einer Bewohnerin mit einer Betreuerin. Das Deutsch der Eltern war noch holprig, also kam Maysaa als Übersetzerin hinzu. An einer Stelle habe sie sich geweigert, einen Witz zu übersetzen, sagt sie. Er sei unangebracht gewesen und hätte nur zu Spannungen geführt. „Ich sehe meine Aufgabe als Übersetzerin darin, Verbindungen zwischen allen Beteiligten herzustellen. Eine gute Vermittlerin sollte Konflikte nicht verstärken.“

Irgendwann in den vergangenen Jahren ist das Deutsche zu Maysaas Heimat geworden. „Zum ersten Mal habe ich es im Auto bemerkt, als mein Mann und ich im Radio deutsche Lieder hörten“ – die Sprache in diesen Liedern habe sie sehr berührt. Anfangs teilten die beiden nur die Liebe zur klassischen Musik, mittlerweile ist es der Austausch über arabische und deutsche Musikkultur im Allgemeinen. „Er mag den ägyptischen Sänger Abdel Wahab, auch Majida El Roumi. Nur Fairuz findet er schwierig, weil sie mich immer zum Weinen bringt“, sagt Maysaa.

Sie hört die arabischen Lieder, die Freund*innen ihr schicken, aber immer öfter schaltet sie unterwegs auch Radiosender mit deutschen Songs an. „Durch diese Lieder fühle ich mich mittlerweile zugehörig und habe das Gefühl, dass dieses Land auch meine Heimat ist.“

Selbstverständlich ist das ganz und gar nicht. In Städten wie Berlin wohnen Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen jahrelang kein Deutsch lernen. Auch Maysaa findet, dass es zwar möglich ist, an einem Ort zu leben, ohne die Sprache zu sprechen, dass man sich dadurch aber nur sehr limitiert durch die Gesellschaft bewegt. „Der Mangel an Sprachkenntnissen führt zu Isolation und Ausgrenzung“, sagt sie. „Selbst wenn die Gesellschaft multikulturell und multisprachlich ist, bleibt der Kontakt nur auf die Umgebung begrenzt, deren Sprache man wirklich versteht.“

Die deutsche Sprache hat ihr Türen geöffnet, Maysaa hat darüber Traditionen und Mentalität kennengelernt. „Ich verzichte dadurch nicht auf meine Muttersprache oder Heimat. Ich leide auch nicht unter Heimweh, weil Berlin mein Zuhause geworden ist. Manchmal bin ich einfach nur nostalgisch. Aber Nostalgie lässt sich oft schon mit einem Song besänftigen.“

Von den Deutschen habe sie gelernt, direkter zu sein. „Andere aus meinem Kulturkreis sind oft erstaunt, wie knapp ich manchmal formuliere, und empfinden das als schroff“, sagt Maysaa. Doch nur weil die neue Sprache ihr Verhalten beeinflusst, geht ihr die alte Identität nicht verloren. Vielleicht wirkt sie heute in Gesprächen auch mal kurz angebunden. Aber wenn sie Fairuz hört, fängt sie noch immer an zu weinen. Es ist dieses Dazwischen, aus dem Maysaa die Frauen ihrer verschiedenen sozialen und kulturellen Projekte erreicht. Frauen, die ihre Sorgen mit ihr teilen – vor allem die Lasten, die das Fremdsein mit sich bringt.

 Maysaa sieht sich nicht als Superwoman, aber sie weiß, dass sie Menschen gut erreichen kann, dass sie Geborgenheit vermittelt. „Ich glaube, das ist meine Stärke.“

ميساء سلامة-فولف: الحب أخذني إلى ألمانيا وألمانيا أعادتني للعربية

„كان السبب الحبّ“، تقول ميساء سلامة-فولف حول انتقالها من بلدتها الصغيرة مرمريتا في سورية إلى ألمانيا قبل حوالي ٢٠ عامًا. تعرّفت إلى زوجها هناك في زيارة له، ولحقت به إلى بلدة ( Weissenburg) الصغيرة في ولاية بايرن في جنوب ألمانيا، حيث كان يسكن. كانت العربيّة الوحيدة هناك، ولم تعرف سوى القليل من الإنجليزية التي تواصلت من خلالها مع زوجها.

بعد ثلاثة شهور من انتقالها إلى هناك طلب منها زوجها أن يتوقفا عن الحديث بالإنجليزية، مشيرًا إلى ضرورة أن تتعلّم الألمانية. „من ساعدني على تعلّم اللغة حماتي“، تقول ميساء، وتضيف: „كانت امرأة كبيرة ومتفرغة، وعندما كان زوجي في العمل كنت أتجوّل معها، ومع صديقاتها، في ألمانيا وأوروبا. أحمل معي قاموسًا، ويعلمنني الكلمات ولفظها الصحيح“.

مع تعلّمها الألمانيّة  افتقدت العربيّة في الفضاءات العامّة. „أعتبر اللغة وطنًا. وكنت أسكن في منطقة لا أسمع فيها العربيّة“، تقول ميساء، وتتابع: „عندما كنت أسافر من مدينتي الصغيرة إلى أخرى أكبر كانت أذني تحاول التقاط اللغات حولي. كنت أشعر بالجوع لسماع العربيّة، وإن كان عندي شكّ بأن شخصًا ما في القطار يتحدثها أقترب منه بحجة ما. عادة ما كان يخيب ظني، لكني أصبت مرّة. وعندما اقتربت من أناس وتأكدت أنهم يتحدثون العربيّة، بكيت. رغم أنهم لم يكونوا سوريّين، وكانوا غرباء عني، لكني شعرت أنهم عائلتي. اللغة وطن وبيت“.

قبل أن تعمل بالترجمة بدأت ميساء كمنظِّمة معارض لفنانين سوريّين، ثم توسّع عملها ليشمل فنانين عرباً. من المدينة الصغيرة انتقلت وزوجها قبل سنوات إلى برلين. اليوم تعمل ميساء سلامة-فولف كمدرّسة للغة الألمانيّة في مؤسسة „الدار“ وناشطة في مشاريعها، ومترجمة مع مكتب رعاية الشباب (Jugendamt)، ومع بيوت حماية للنساء والفتيات المعنّفات. ولديها عمود شهري في جريدة „أبواب“ عن القادمين القدامى إلى ألمانيا من كل البلاد العربيّة.

حين سألت ميساء عن ماذا يعني لها عملها كمترجمة، سردت هذه القصّة: „في بيت الفتيات المعنّفات حصل لقاء بين أحد المشرفات وأهل فتاة ما. كانت المشرفة تتحدث الألمانيّة بشكل غير سلس لايصال فكرتها. مسؤوليتي الأدبية أن آخد منها الكلام وأترجمه بطريقة توصل الفكرة للأهل، خاصّة في سياق حساس تعيشه ابنتهم. كانت عليّ أن أرتب أفكار المشرفة وأقدمها للأهل بأكثر مضمون مفهوم. الترجمة مسؤولية أخلاقيّة كبيرة. مرة رفضت ترجمة نكتة لأنها ستخلق توترًا ولا مكان لها في الحديث. أرى وظيفتي كمترجمة أن أحافظ على العلاقة بين الشخصين، أن أربط بينهما. الترجمة ليست فقط إيصال فحوى، بل أحيانًا ربط بين البشر، أن أكون صلة خير وأن لا أعزز الصراع أكثر“.

الأغنية، عتبة بيت اللغة

بالنسبة لميساء، فإن شعور „البيت“ الذي منحته اللغة الألمانيّة، بدأ بعد ٧ شهور من تعلّمها للّغة، „أصبحت الألمانيّة بيتًا عندما قررت أن لا أعيش خارج السرب“ حسب تعبيرها، لتكون جزءًا من المجتمع، وتضيف: „ولا يمكن أن نأخذ أي شيء من المجتمع بشكل متكامل إلّا عن طريق اللغة. كي نعمل على إيصال ما نريد وكي نفهم ما يريد المجتمع الذي نعيش فيه إيصاله، اللغة هي الأساس. كان أوّل تماس سعيد لي مع اللغة الألمانيّة عندما كنا نسافر بالسيارة أنا وزوجي ونسمع أغانٍ ألمانيّة معاصرة. هناك أغنيتان أثرتا بي جدًا، واحدة عاطفيّة، كانت تبكيني، والثانية عبثيّة، كانت تفرحني. عندها بدأت اللغة تلمس مشاعري الحميميّة“.

امتدادًا للأغاني التي تعتبرها ميساء حلقة تواصل مهمّة مع اللغة، خاصّة لو كانت لغة ممارسة حديًثًا، تضيف: „أنا أحبّ الموسيقى، وزوجي أيضًا. تقاطعنا بالموسيقى الكلاسيكيّة وثقافة الأغاني العربيّة والألمانيّة. يحبّ عبد الوهاب وخاصة أغنية „بلاش تبوسني في عينيا“، ويحبّ ماجدة الرومي أيضًا. لا يحبّ فيروز لأنها تبكيني. بالمقابل، نسمع الأغاني التي يحبّها والتي ترعرع عليها. أصبحت أشغل الراديو على إذاعات تبثّ أغاني بالألمانيّة، وأسمع الأغاني العربيّة عندما يرسلها لي أصدقائي. هناك أغان ألمانيّة كثيرة أشعر اليوم أنها تخصّني، تمنحني سلامًا، وشعورًا أن هذا البلد وطني أيضًا“.

اللغة باب لمعرفة الآخر، والذّات

في مدينة مثل برلين، يعيش كثيرون منذ سنوات دون معرفة للغة، لأسباب عديدة ومتنوعة، متعلقة بجزء كبير منها بظروف الناس، الفرديّة والجماعيّة. ترى ميساء أنه قد يمكن للإنسان أن يعيش في المكان بلا معرفة لغته، لكنه سيكون محصوراً ضمن مجتمعات يعرف لغتها، كالعربيّة والإنجليزيّة على سبيل المثال. وتضيف: „لكن عدم معرفة اللغة فيه نوع من العزلة والإقصاء، حتى لو كان المجتمع متعدد الثقافات واللغات لكن الإنسان سيحافظ على تواصله مع محيط يتحدث لغته فقط“.

من هُنا، فتحت اللغة الألمانيّة لها الباب للتعرّف على الشعب الألمانيّ، تقاليده وعاداته وكيف يفكر، حسب تعبيرها، وتضيف: „اللغة قناة لأفهم الآخر، كما أنها منحتني وطنًا جديدًا. لا أستغني عن وطني ولغتي الأم، لكن المعرفة العميقة للغة والمكان والناس، والعشرة، تخلق وطنًا ثانيًا أيضاً. لا أشعر بوجع الغربة، فقط بالحنين، لأن برلين أصبحت بيتي أيضًا.. أما الحنين فبإمكاني أن أطبطب عليه بأغنية „.

معرفة لغة جديدة، بالضرورة يؤثر على مستويات عديدة عند الإنسان، بما في ذلك على لغته الأمّ، من نواحي عديدة، تقول ميساء: „الألمان شعب مباشر. وبالمقابل نحن نحب أن نبهّر الكلام. عندما تكون لدينا فكرة نوصلها بأكثر من طريق، وبالطبع لا مشكلة في ذلك، لكني تعلّمت من الألماني أن أكون مباشرة. هناك من يعتبر أني أصبحت أكثر حديّة، خاصّة الناس القادمين من ثقافتي، يستغربون أني أختصر الكلام وأن لا وقت لدي للالتفاف حول فكرة أو قصة كي تصل بشكل ألطف. تعلمت أن أوصل فكرتي بشكل صادق وقصير، حتى لو أعتقد الذي أمامي أني حادّة“.

ميساء لا ترى بنفسها  Superwoman، لكنها تجد أنها: “ أنا قادرة على أن أصل للناس ببساطة، وعلى إظهار ما أشعر به براحة. لدي قدرة على منح الحبّ، والمطالبة بالحبّ بالمقابل، لكن الحاجة للمقابل لا تمنعني من العطاء المتواصل. وأشعر أن هذه نقطة قوتي. بتعاملي مع الطالبات والسيدات في المشاريع الاجتماعية والثقافية المتنوعة أجد نفسي موضع ثقتهن، وحضناً لمشاركة أحزانهن وقلقهن، خاصّة كقادمات جدد ومع ما تفرضه الغربة من ثقل عليهن“.

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